MML Computer-Assisted Translation

Ab initio exam 2005 German passage

Silke Mentchen

Arbeitswelt im Wandel [1] : Anstatt acht Stunden lang im Büro zu sitzen, ist der Mitarbeiter der Zukunft ortsunabhängig [2] . Ob von zu Hause oder vom Hotel aus - er [3] kann von überall den Hauptcomputer der Firma erreichen, seine elektronische Post lesen und per Videokonferenz mit Kollegen und Vorgesetzten kommunizieren. Das Zauberwort [4] heißt Teleworking oder auf gut Deutsch: Teleheimarbeit.

Die Vorteile liegen auf der Hand [5] . In der Vergangenheit musste man [6] zur Arbeit fahren, verbrachte oft viel Zeit im Stau und verlor deshalb wertvolle Zeit. Allein zu Hause zu arbeiten, war nicht möglich, und die Arbeitszeiten waren unflexibel.

In Deutschland dominiert das Modell „alternierende Telearbeit”. Bei Siemens, der Telekom oder BMW kommen die fest angestellten [7] Mitarbeiter noch ein, zwei Tage ins Büro, teilen sich [8] dort ihren Schreibtisch und haben persönlichen Kontakt mit den Kollegen. Die Bürokosten werden reduziert, soziale Kontakte mit den Kollegen bleiben erhalten.

Der nächste Schritt ist die „virtuelle Firma", wie zum Beispiel die „Baustelle Potsdamer Platz” in Berlin. Alle Mitarbeiter dieses Unternehmens [9] können dank E-Mail und einer speziellen Software dauernd die aktuellen Informationen über die Arbeit verfolgen. Diese Software tritt an die Stelle einer Sekretärin und vermindert die Notwendigkeit langer Konferenzen.

Hunderttausende neuer Arbeitsplätze sollen dank der neuen Flexibilität allein in Europa geschaffen [10] werden. In Deutschland gibt es aber erst gerade einmal [11] 30 000 Telearbeitsplätze, denn das mittlere Management ist skeptisch: Telearbeiter stellen Hierarchien in Frage [12] - im autoritätsgläubigen Deutschland ist das vielen unheimlich [13] . Ganz anders in den USA: Fast 9 Millionen Menschen arbeiten dort bereits flexibel am Bildschirm.[14]